1. Ruairí O´Brien
Ruairí O´Brien, geboren 1962 in Dublin. Studierte Architektur an der Thames Polytechnic in London; im Anschluß Postgraduiertenstudium an der Universität Edinburgh und der Polytechnic of London. 1988/1989 war er "visiting scholar" an der Columbia University in New York. Er ist seit 1990 Mitglied des Royal Institute of British Architects und lebt und arbeitet seit 1991 in Deutschland. Nachdem er für mehrere kleine und große Architekturpraxen als Projektarchitekt (HOAI 1-9) in London, New York, Frankfurt am Main, Hamburg, Dresden und Berlin gearbeitet hatte, gründete Ruairí O´Brien 1995 sein Büro robarchitects. Seit September 2001 hat er in Wismar eine Gastprofessur, in deren Rahmen er den neuen internationalen Masters Studiengang "Licht und Architektur" aufbaut. Zudem arbeitet O´Brien sparten übergreifend als Maler und Zeichner, als Karikaturist für den OECD Observer in Paris (www.oecdobserver.org), als Theaterausstatter, Grafiker und Konzeptkünstler.
2. Das Büro
robarchitects ist klein und dynamisch, ein leistungsfähiges, flexibles Arbeits-instrumentarium, erfahren im Aufnehmen und Entwickeln neuer Ideen. Seit einigen Jahren befaßt das Büro sich spartenübergreifend mit microarchitektonischen Themen, mit architektonisch/ philosophisch ergonomischen Aspekten von Innen-/ Außenraum, mit der Bedeutung und Inszenierung von Licht, mit Begrenzungen und Perspektiven, mit der Entwicklung neuer Präsentationsformen, u.a. für Theater Ausstellungs- und Museumswesen. Im Mittelpunkt der Projekte, von microarchitektonischem bis zu städtebaulichem Kontext, steht immer der Mensch/Nutzer. Erfinderisches, fachübergreifendes, ökonomisch wie ökologisch effizientes Denken, eine hohe Umsetzungsgeschwindigkeit und die intelligente Nutzung vorhandener Ressourcen erlauben persönliche, verantwortungsvolle und kostensparende Lösungen. So wird zum Beispiel ein Privathaus für wenig Geld zu einem inhaltsreichen Raum, der das Lebenspotential seiner Bewohner spiegelt und inspiriert. Gestaltung, Funktion und Konstruktion sind unlösbar miteinander verbunden. robarchitects versteht Architektur als ganzheitliche Aufgabe im gesamtgesellschaftlichen Kontext, als Gesamtkunstwerk und lebenslangen "work in progress", als lehrende und lernende Fachkunst, eingebunden in die Geschwindigkeit unserer Zeit und komplexe lokal-globale Zusammen-hänge. Verantwortliches Mitgestalten und die Umsetzung eigener Visionen als ein Gegen-stand der Büroarbeit unterstreichen die oft unterschätzte gesellschaftliche Bedeutung und Leistungsstärke von Architektur.
Als zusätzliches Arbeits-, Erprobungs- und Nischenentwicklungsinstrument für ausgewählte sparten übergreifende Kulturprojekte im öffentlichen Raum wurde robvisions gegründet. Ressourcensparendes Denken, die themenorientierte Verbindung von low und high tech, das adäquate Vernetzen lokaler und europäischer/ globaler Bezüge, der pointierte Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart/ Zukunft, zwischen Jung und Alt, Bürgern und Fachwelt sind wesentliche konzeptionelle Komponenten. Durch spannende interaktive, minimalistische und interdisziplinäre Projekte (es steht ein Fachteam aus den Bereichen Architektur/ Gestaltung, Literaturwissenschaft, Geschichtswissenschaft, Pädagogik und Marketing zur Verfügung), soll Menschen unterschiedlichsten Alters und unterschiedlicher Sozialgruppen ein sehr persönlicher und aktiver Umgang mit Kunst und Kultur angeboten werden. Die geplante Bandbreite der mindestens 1-2 jährlichen Vorhaben ermöglicht eine Vernetzung zwischen gesellschaftlichen Konstituenten, die zwar miteinander in Beziehung, selten aber in fruchtbarer Kommunikation stehen (z.B. Schulen, Universitäten, Firmen, Kunstmarkt). Das Profil von robvisions ergänzt das häufig zu einschränkende Außenbild eines reinen Architekturbüros und begünstigt so den Zutritt zu Nischenmärkten ebenso wie die ganzheitliche Arbeitsweise von robarchitects.
Vor dem Hintergrund spannender Grundlagenfragen unserer Zeit und als Weiterführung einer Reihe von Projekten der 90er Jahre hat robvisions als einen Arbeitsschwerpunkt das Label "Kultur für Kyoto" (www.robvisions.com ) entwickelt.
Zur effektiven Integration Neuer Medien in die theoretische und praktische Arbeit hat O´Brien damit begonnen, ein Netzwerk von Internetplattformen einzurichten www.micromuseums.com, www.microarchitecture.net und www.micromuseums.net (Letzteres stellt anhand einer Serie von Zeichnungen eine bildhafte Analyse der Faktoren/ notwendigen "Zutaten", den Einfluß und die Chancen neuer Medien etc. für eine Ausstellungsarchitektur der Zukunft dar) mit dem Ziel, eine Schaltstelle, einen Kommunikationsraum für Fachleute und Interessierte verschiedener, in inhaltlichem Zusammenhang stehender Arbeitsfelder aufzubauen.
3. Die Philosophie
Kommunikation, Multimedia, Mobilität, Ergonomie und die wirtschaftliche Nutzung begrenzter Ressourcen sind vorrangige Themen des 21. Jahrhunderts.
Architektur wird in all diesen Bereichen eine zunehmend wichtige Rolle spielen denkt man allein an das rasante Wachstum unserer Städte, an die notwendigen Lebensumfelder und die schwindenden Ressourcen. Ein intelligenter und verantwortlicher Umgang mit diesen Problematiken erfordert außergewöhnlich erfinderische, neuartige Denk- und Handlungsansätze und zuweilen einfachere Lösungen, die oft übersehen werden.
Unsere Schatzkiste für heute und morgen besteht vor allem aus unserem Erbe an natürlichen wie geistigen Ressourcen und dem intellektuell-kreativen Vermögen, diese Mittel für zukünftige Generationen zu bewahren und ein funktionierendes Gleichgewicht zwischen uns und dem Ökosystem herzustellen. Ideen sind unser eigentlicher Reichtum.
Vor diesem Hintergrund und mittels seiner "kubistischen" ganzheitlichen Herangehensweise hat robarchitects als namhaftestes Beispiel das weltweit einmalige Konzept der micromuseums entwickelt, das nicht nur ein persönliches architektonisches Manifest hinsichtlich Mikro-/Makrostrukturen, aus Teilen ein Ganzes machen, Außen- und Innenraum sowie ressourcensparendem Denken und nachhaltiger Stadtentwicklung ist, sondern auch die mit einem zeitgemäßen Berufsbild verbundenen außerfachlichen Aufgaben beispielsweise die Fähigkeit, interkulturell zu denken oder die Bereiche Kommunikation, Marketing und Vertrieb anspricht.
4. Leistungsangebot
Konzeptentwicklung/Planung/Ausführung/Projektmanagement für
Hochbau
Kulturobjekte, insbesondere Museen
Privathäuser
Workstations/ Büros
Konzepte für die Belebung von Bestand im innerstädtischen Raum
Messebau
Ausstellungsarchitektur
Lichtkonzepte
Kunstaktionen/ Installationen
Kunstausstellungen
Theaterausstattung
Grafische Arbeiten
Illustrationen
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